Drei Säulen, ein Ziel: im Alter genug Geld haben. Hier ist die ehrliche Übersicht — was kommt automatisch, was musst du selbst tun, und wo lohnt sich was wirklich.
01 Säule 1: Gesetzliche Rente
Du zahlst monatlich automatisch ein, der Staat zahlt dir später eine Rente. Faustformel für 2026: ca. 48 % deines durchschnittlichen Bruttoeinkommens als Rente. Wer 45 Jahre lang Durchschnittslohn verdient hat, bekommt rund 1.700 € Rente — das reicht für viele nicht.
Letzte 5 Brutto-Gehälter durchschnittlich · 0,48 = ungefähre Bruttorente. Davon Steuer und Krankenversicherung abziehen — der Rest ist deine Netto-Rente.
02 Säule 2: Betriebliche Altersvorsorge
Über den Arbeitgeber. Kann Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse oder Unterstützungskasse sein. Entgeltumwandlung: ein Teil deines Brutto wird steuerfrei in eine Vorsorge eingezahlt. Klingt gut — die Realität: in der Auszahlungsphase müssen oft volle Steuern und KV-Beiträge gezahlt werden.
Wenn der Arbeitgeber 50 % nicht dazugibt, kann sich bAV finanziell weniger lohnen als ein eigener ETF — durchrechnen!
03 Säule 3: Private Vorsorge
Hier hast du die Wahl. Riester-Rente (staatliche Förderung, aber komplex), Rürup (für Selbständige), klassische Lebensversicherungen, fondsgebundene Versicherungen — und natürlich der ETF-Sparplan im eigenen Depot.
- ·ETF-Sparplan: günstig, flexibel, transparent — aber selbst gemanagt.
- ·Riester: nur sinnvoll bei Familien mit Kindern, sonst zu komplex.
- ·Rürup: für Selbständige oft die einzige Steuerersparnis.
- ·Klassische LV: in Niedrigzinsphasen meist unattraktiv.
Take-Aways.
- →Gesetzliche Rente reicht meist nicht — 48 % ist Standardprognose.
- →bAV nur, wenn der Arbeitgeber > 30 % dazugibt.
- →Eigener ETF-Sparplan ist oft die ehrlichste Option.
- →Lücke heute berechnen, monatliche Rate festlegen, durchziehen.