Lexikon · 19 Begriffe
Finanz-Begriffe, ehrlich erklärt.
Von Aktie bis Zinseszins — die wichtigsten Geld-Begriffe in jeweils zwei Sätzen erklärt. Geordnet nach Kategorie und alphabetisch innerhalb.
19 BEGRIFFE
6 KATEGORIEN
Kategorie
Anlage.
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Aktie
Anteil an einem UnternehmenEine Aktie ist ein Anteilsschein an einem Unternehmen. Wer eine Aktie kauft, wird Miteigentümer und profitiert von Wertsteigerung und Dividenden — trägt aber auch das volle Risiko, wenn das Unternehmen scheitert. -
Anleihe
Schuldverschreibung mit ZinsversprechenMit einer Anleihe leihst du einem Staat oder Unternehmen Geld. Im Gegenzug bekommst du regelmäßig Zinsen und am Ende deine Einlage zurück. Sicherer als Aktien, aber mit niedrigerer Renditeerwartung. -
Cost-Average-Effekt
Durchschnittspreis-Vorteil bei SparplänenWer regelmäßig denselben Betrag in einen ETF investiert, kauft bei niedrigen Kursen mehr Anteile als bei hohen. Das senkt langfristig den Durchschnittspreis und reduziert Markt-Timing-Stress. -
Dividende
Gewinnbeteiligung der Aktionär:innenWenn ein Unternehmen Gewinn macht, schüttet es einen Teil als Dividende an die Aktionär:innen aus. Höhe und Häufigkeit werden auf der Hauptversammlung beschlossen — nicht garantiert. -
ETF
Exchange Traded FundEin ETF ist ein Fonds, der einen Index (z. B. MSCI World) automatisch nachbildet. Du kaufst mit einem Anteil quasi einen Anteil am gesamten Index — breit gestreut, sehr günstig (0,1–0,3 % p. a.). -
MSCI World
Welt-Aktienindex mit ca. 1.500 TitelnDer bekannteste Welt-Index, gewichtet nach Marktkapitalisierung. Enthält große und mittlere Unternehmen aus 23 Industrieländern. Beliebter Basis-ETF für viele Privatanleger:innen. -
Sondervermögen
Pleite-sicher beim FondsanbieterAktienfonds und ETFs sind als Sondervermögen geschützt. Wenn die Fondsgesellschaft pleitegeht, bleibt dein Anteil dein Eigentum. Anders als bei Bankguthaben — die ja "verleihst", deine Fondsanteile aber "besitzt". -
Thesaurierung
Wiederanlage statt AusschüttungBei thesaurierenden ETFs werden die Dividenden automatisch wieder im Fonds reinvestiert — Zinseszinseffekt ohne dein Zutun. Steuerlich aber etwas komplexer (Vorabpauschale). -
Zinseszins
Zins auf bereits gutgeschriebene ZinsenAlbert Einstein soll ihn das "achte Weltwunder" genannt haben. Wer 10.000 € zu 7 % anlegt, hat nach 25 Jahren rund 54.000 € — ohne weitere Einzahlung. Die Mathematik des Vermögensaufbaus.
Kategorie
Versicherung.
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BU-Versicherung
BerufsunfähigkeitsversicherungSichert dein Einkommen ab, falls du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Die wichtigste private Versicherung für Berufstätige nach der Krankenversicherung.
Kategorie
Bank.
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Einlagensicherung
Schutz für Bankguthaben bis 100.000 €In der EU sind Einlagen pro Kunde und Bank bis 100.000 € gesetzlich gesichert. Bei Pleite der Bank zahlt der Sicherungsfonds aus. Wichtig: Aktien und Fonds sind kein "Einlagen", sondern Sondervermögen — anders geschützt. -
Festgeld
Geldanlage mit fester LaufzeitDu legst einen Betrag für eine feste Zeit (3 Monate – 10 Jahre) bei einer Bank an und bekommst dafür einen garantierten Zins. Vor Ablauf nicht verfügbar — dafür meist höherer Zins als beim Tagesgeld. -
Tagesgeld
Geldkonto mit täglich verfügbarem GuthabenWie ein Sparbuch, aber digital. Du kannst jederzeit auf dein Geld zugreifen, bekommst aber Zinsen drauf. Aktuell beste Konditionen ca. 3 % p. a. Perfekt für Notreserven und kurzfristiges Geld. -
Wertpapierdepot
Konto für Aktien, ETFs und AnleihenEin Depot ist wie ein Bankkonto — nur für Wertpapiere. Du kaufst und verkaufst darüber. Eröffnung kostenlos bei den meisten modernen Brokern (Trade Republic, Scalable, ING).
Kategorie
Steuern.
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Freistellungsauftrag
Steuerfreibetrag für KapitalerträgeBis 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr (Singles) bzw. 2.000 € (Verheiratete) sind steuerfrei. Den Freistellungsauftrag erteilst du deiner Bank — sonst zieht sie automatisch 25 % Abgeltungssteuer ein. -
Kapitalertragssteuer
Auch: Abgeltungssteuer · 25 %Auf Gewinne aus Aktien, ETFs, Zinsen und Dividenden zahlst du in Deutschland 25 % Kapitalertragssteuer plus Soli plus ggf. Kirchensteuer (gesamt rund 26,4–28 %). Die Bank zieht das automatisch ein. -
Vorabpauschale
Jährliche Mindestbesteuerung bei thesaurierenden FondsDa bei thesaurierenden ETFs keine Ausschüttungen besteuert werden, erhebt der Staat eine fiktive Mindestbesteuerung. Die Bank zieht sie meist im Januar automatisch ein. Wird beim späteren Verkauf wieder verrechnet.
Kategorie
Makro.
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Inflation
Anstieg des allgemeinen PreisniveausWenn die Inflation 3 % beträgt, kannst du dir mit 100 € im nächsten Jahr nur noch das leisten, was 97 € heute leisten. Geld auf dem Girokonto verliert real an Wert — Anlage schützt davor.
Kategorie
Vorsorge.
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Riester-Rente
Staatlich geförderte AltersvorsorgeDer Staat zahlt Zulagen, du sparst eigenes Geld dazu. Lohnt vor allem für Familien mit mehreren Kindern. Komplex, oft mit hohen Kosten — pro & contra im Einzelfall prüfen.
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