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Geldanlage · 7 Min Lesezeit

Notgroschen aufbauen: wie viel, wo, wofür

Zwischen 3 und 12 Monatsausgaben: wir helfen dir, die richtige Höhe für deine Lebenslage zu finden, und sagen, wo das Geld liegen sollte.

Plangenial Redaktion 7. April 2026 7 Min Lesezeit
Notgroschen aufbauen: wie viel, wo, wofür

Das wichtigste Geld in deinem Leben ist das, das du sofort hast, wenn die Waschmaschine kaputt ist oder der Job weg. Wir nennen es Notgroschen. Wie viel, wo, wofür, die ehrliche Antwort.

01 Wie viel?

Faustregel: drei Monatsausgaben. Bei einem Single in der Großstadt mit 2.500 €/Monat sind das 7.500 €. Familien mit Kindern oder Selbständige sollten eher 6 Monatsausgaben halten. Wer in einer sehr stabilen Branche arbeitet (Beamtin, Großunternehmen): 3 Monatsausgaben reichen.

Falsch verstanden

Notgroschen sind keine Anlage. Sie sollen liquide sein, nicht renditestark. Eine Wertschwankung von -20 % im Notfall ist verheerend.

02 Wo lagern?

Tagesgeldkonto, gerne bei einer anderen Bank als das Girokonto (Trennung). Aktuell ca. 3 % p. a. bei den besten Anbietern. Wichtig: kein Festgeld (Zugriff blockiert), keine ETFs (Wertschwankung), kein Sparbuch (zu wenig Zinsen).

03 Was zählt nicht zum Notgroschen?

  • ·Geld auf dem Girokonto (das ist dein Monatsbudget)
  • ·Kreditkarten-Limit (Schulden, kein Sparen)
  • ·Dispo (gefährlich teuer)
  • ·Aktien & ETFs (kann gerade abgewertet sein, wenn du es brauchst)
Zusammenfassung

Take-Aways.

  • 3–6 Monatsausgaben als Zielgröße.
  • Tagesgeld bei separater Bank.
  • Erst Notgroschen, dann investieren, nie umgekehrt.
  • Bei Nutzung sofort wieder auffüllen.

Bilder erzählen oft mehr als ein Absatz Text. Was du oben siehst, ist nicht inszeniert: So sehen unsere Beratungsgespräche tatsächlich aus. Zwei Menschen, ein konkretes Geld-Thema, viel Papier, einige offene Fragen. Wer einmal eine plangenial-Beratung mitgemacht hat, kennt diesen Rhythmus zwischen Verstehen und Rechnen, zwischen Bauchgefühl und Tabelle.

Wer das Thema noch tiefer verstehen will, findet in unserem Podcast die Langform. 30 bis 60 Minuten Zeit für Beispiele, Hörerfragen und ehrliche Diskussion zwischen Lia und Maik. Wir machen das nicht, um Reichweite aufzubauen, sondern weil wir glauben, dass Geld-Wissen in Deutschland öffentlich zugänglich gehört. Ohne Provisionsdruck, ohne Affiliate-Links, ohne dass am Ende ein Produkt verkauft wird.

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Vertiefend im Podcast

Hör die passende Folge: „Die Drei-Konten-Regel"

Veröffentlicht am 7. Apr. 2026 · 46:00 · Eines fürs Tägliche, eines für den Notgroschen, eines für die Zukunft. Wie du dein Geld so aufteilst, dass du den Überblick behältst und nie wieder ins Minus rutschst.

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PG
Über die Autor:innen

Plangenial Redaktion

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Bildung und Information. Er stellt keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung dar (StBerG, RDG, KWG, WpHG, GewO). Für individuelle Entscheidungen wende dich an qualifizierte Honorarberater:innen oder Steuerberater:innen. Mehr im Impressum.