Kryptowährungen verstehen: Bitcoin, Ethereum und Co. zwischen Zukunft und Spekulation
Willkommen zur neunzehnten Folge von Finanzpost.de, dem Finanz- und Vorsorge-Podcast. Lia und Finanzexperte Maik Marx tauchen ein in eines der kontroversesten Themen der Geldwelt: Kryptowährungen. Auslöser war ein Freund von Lia, der zehntausend Euro in Bitcoin gesteckt und in drei Monaten verdoppelt haben will, während Bitcoin schon mehrfach um siebzig Prozent eingebrochen ist. Zukunft des Geldes oder reines Glücksspiel? Du erfährst, was Krypto ist, wie die Blockchain funktioniert, welche Chancen und Risiken dahinterstecken und ob ein paar Coins in dein Portfolio gehören.
Was eine Kryptowährung wirklich ist
Maik macht es greifbar: Eine Kryptowährung ist digitales Geld, das auf einer Technologie namens Blockchain beruht. Anders als Euro oder Dollar wird Krypto nicht von einer Zentralbank gesteuert, sondern ist dezentral organisiert. Es gibt also keine zentrale Instanz, die Transaktionen kontrolliert oder neues Geld druckt. Stattdessen verwaltet ein weltweites Netzwerk aus Computern den gesamten Bestand. Der Name kommt von der Kryptografie, also der starken Verschlüsselung, die jede Überweisung absichert. Genau diese Mischung aus digital, dezentral und verschlüsselt macht Krypto so neu. Bevor du einen Coin kaufst, lohnt sich ein Blick in unseren Wissensbereich, wo die Grundbegriffe kompakt erklärt sind.
Bitcoin und Ethereum: zwei sehr unterschiedliche Welten
Bitcoin ist die erste und bekannteste Kryptowährung, erfunden 2009 unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto. Gedacht war Bitcoin als Alternative zum klassischen Geld: unabhängig von Banken und Regierungen, auf einundzwanzig Millionen Coins begrenzt, transparent und fälschungssicher. Maik vergleicht es mit digitalem Gold, das du besitzen, übertragen und als Wertspeicher nutzen kannst. Ethereum ist die zweitgrößte Kryptowährung, verfolgt aber ein anderes Ziel. Es wurde 2015 von Vitalik Buterin entwickelt und ist eine Plattform für sogenannte Smart Contracts, also selbstausführende Verträge, die automatisch ablaufen, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Ethereum funktioniert wie ein dezentraler Computer für jedermann.
Die Blockchain als öffentliches Kassenbuch
Damit das ohne Bank funktioniert, braucht es die Blockchain. Maik beschreibt sie als digitales Kassenbuch, das öffentlich und unveränderbar ist. Jede Transaktion landet in einem Block, und diese Blöcke werden lückenlos aneinandergereiht, daher der Name. Jeder Teilnehmer im Netzwerk besitzt eine vollständige Kopie. Wer eine Überweisung anstößt, dessen Transaktion wird von vielen Computern gleichzeitig geprüft und bestätigt. Dadurch ist die Blockchain extrem schwer zu manipulieren, denn niemand kann Einträge nachträglich heimlich ändern. Diese Technologie gilt vielen als die eigentliche Revolution hinter Krypto.
Die Vorteile: dezentral, transparent und für alle offen
Maik nennt fünf klare Pluspunkte. Erstens die Dezentralisierung: Keine Bank und keine Regierung kann dein Krypto einfrieren oder konfiszieren. Zweitens die Transparenz, weil alle Transaktionen öffentlich einsehbar sind. Drittens niedrige Kosten, denn internationale Überweisungen sind oft günstiger und schneller als über Banken. Viertens der Zugang für alle: Jeder mit Internet kann Krypto nutzen, sogar ohne Bankkonto. Und fünftens das Renditepotenzial, denn Bitcoin ist von praktisch null auf über sechzigtausend Dollar gestiegen. Wie sich solche Chancen gegenüber klassischen Anlagen einordnen, kannst du mit unseren Rechnern selbst durchspielen.
2017 stieg Bitcoin von rund 2.000 auf 20.000 Dollar und fiel dann auf etwa 3.000 Dollar zurück. 2021 ging es hoch auf rund 69.000 Dollar und anschliessend runter auf etwa 16.000 Dollar. Das sind Schwankungen von fünfzig bis achtzig Prozent innerhalb weniger Monate. Deshalb gilt: Investiere nur Geld, dessen Totalverlust du verkraften kannst.
Die Risiken: Volatilität, Sicherheit und Spekulation
So verlockend die Chancen klingen, so ernst sind die Risiken. An erster Stelle steht die extreme Volatilität: Bitcoin ist mehrfach um siebzig oder achtzig Prozent gefallen, was emotional wie finanziell sehr belastend ist. Dazu kommt die Regulierungsunsicherheit, denn Staaten könnten Krypto verbieten. Auch die Sicherheit liegt komplett bei dir: Verlierst du dein Passwort oder wirst gehackt, ist das Geld weg, und keine Bank hilft dir. Das energieintensive Mining verbraucht so viel Strom wie ganze Länder. Und schließlich die Spekulation, weil viele Krypto nur kaufen, um schnell reich zu werden. Welche Anlageklasse welches Risiko trägt, ordnet unsere Anlage-Übersicht ein.
Kaufen, aufbewahren und der Unterschied zu Altcoins
Zum Kaufen brauchst du eine Krypto-Börse wie Coinbase, Kraken, Binance oder Bitvavo. Dort legst du ein Konto an, bestätigst deine Identität und tauschst Euro in Krypto. Danach kannst du die Coins auf der Börse lassen oder in eine eigene Wallet übertragen, also ein digitales Portemonnaie. Eine Hot Wallet ist online und bequem, eine Cold Wallet ist offline und deutlich sicherer. Neben Bitcoin gibt es tausende Altcoins wie Ethereum, Ripple, Cardano oder Solana, die oft noch schwankungsanfälliger sind. Stablecoins wie Tether oder USD Coin sind dagegen an den Dollar gekoppelt und bleiben stabil, steigen aber auch nicht im Wert. Welcher Anbieter zu dir passt, zeigt dir unser Vergleich.
Gehört Krypto in dein Portfolio?
Maiks Antwort ist deutlich: Das hängt von deiner Risikobereitschaft ab. Krypto ist hochspekulativ, deshalb solltest du nur Geld einsetzen, dessen Verlust du verschmerzen kannst. Wer sehr sicherheitsorientiert ist, lässt besser die Finger davon. Wer risikofreudig ist und an die Technologie glaubt, kann einen kleinen Teil beimischen, etwa zwei bis fünf Prozent und niemals mehr als zehn Prozent. Krypto ist eine Beimischung, keine Hauptanlage. Diese Disziplin schützt dich davor, bei einem Kurssturz in Panik zu verkaufen. Die wichtigsten Fachbegriffe rund um Coins, Wallets und Blockchain findest du in unserem Finanzlexikon.
Ist Krypto die Zukunft des Geldes?
Ob sich Bitcoin oder Ethereum als echtes Alltagsgeld durchsetzen, lässt sich seriös nicht vorhersagen. Sicher ist für Maik nur, dass die Blockchain-Technologie bleibt. Parallel arbeiten Notenbanken an eigenen digitalen Währungen, den CBDCs. Krypto könnte also eine Nische bleiben oder Teil des Finanzsystems werden, dürfte das traditionelle Geld aber kaum vollständig ersetzen. Verlässliche, unabhängige Einordnung ohne Verkaufsinteresse bekommst du bei der Verbraucherzentrale, beim Portal Finanztip und bei der Deutschen Bundesbank, die neutral über digitales Geld informiert.
Fazit: spannend, aber nur mit Vernunft
Kryptowährungen sind faszinierend, technologisch revolutionär und zugleich hochriskant. Wer die Grundlagen versteht, die Volatilität ernst nimmt und nur mit kleinen Beträgen einsteigt, kann das Thema gelassen angehen. Geh es langsam an und investiere niemals mehr, als du verlieren kannst. Hör dir die ganze Folge an und abonniere den Podcast, damit dir keine Episode entgeht. In der nächsten Folge geht es um Steuern bei der Geldanlage: was du versteuern musst und wie du mit Freibeträgen und Verlustverrechnung clever sparst.
Shownotes zu dieser Folge +
Kryptowährungen - Bitcoin, Ethereum und Co. - Zukunft des Geldes oder Spekulation
In der neunzehnten Folge von Finanzpost.de: Der Finanz- und Vorsorge-Podcast tauchen Lia und Finanzexperte Maik Marx ein in die kontroverse Welt der Kryptowährungen! Bitcoin, Ethereum und Co. – Zukunft des Geldes oder hochspekulative Blase?
Erfahre, was Kryptowährungen sind (digitales Geld auf Blockchain-Basis, dezentral, verschlüsselt), was Bitcoin ist (erste Kryptowährung, digitales Gold, einundzwanzig Millionen Coins Limit) und was Ethereum ist (Plattform für Smart Contracts, dezentraler Computer). Maik erklärt, wie die Blockchain funktioniert (öffentliches, unveränderliches Kassenbuch) und die fünf Vorteile von Krypto: Dezentralisierung, Transparenz, niedrige Transaktionskosten, Zugang für alle, hohes Renditepotenzial.
- ✓ Was Kryptowährungen sind: Digitales Geld auf Blockchain
- ✓ Was Bitcoin ist: Erste Kryptowährung, digitales Gold, einundzwanzig Millionen Limit
- ✓ Was Ethereum ist: Plattform für Smart Contracts
- ✓ Wie die Blockchain funktioniert: Öffentliches, unveränderliches Kassenbuch
- ✓ Die fünf Vorteile von Krypto im Detail
- ✓ Die fünf großen Nachteile von Krypto (wichtig!)
- ✓ Extreme Volatilität: Fünfzig bis achtzig Prozent Schwankungen
- ✓ Konkrete Beispiele: Bitcoin-Preisentwicklung
- ✓ Solltest du in Krypto investieren? (Risikobereitschaft entscheidend) ⏰
- ✓ Wie du Krypto kaufst: Börsen und Wallets
- ✓ Bitcoin vs. Altcoins: Was ist sicherer?
- ✓ Was sind Stablecoins? (An Dollar gekoppelt)
Komplettes Transkript dieser Folge +
Lia: Hey, willkommen zurück. Ich bin Lia. Letztens hat mir ein Freund erzählt, er habe 10.000 Euro in Bitcoin investiert und innerhalb von drei Monaten verdoppelt. Wow, dachte ich, das klingt fantastisch. Dann habe ich recherchiert und gesehen, dass Bitcoin auch schon mal um 70% gefallen ist. Ist Krypto die Zukunft des Geldes oder einfach nur Glücksspiel? Heute klären wir das mit Maik. Maik, ich höre ständig von Bitcoin und Ethereum. Was ist das eigentlich genau?
Maik Marx: Kryptowährungen sind definitiv eines der kontroversesten Themen im Finanzbereich. Manche halten sie für die Zukunft, andere für eine Blase. Heute werden wir verstehen, was Kryptowährungen sind, wie sie funktionieren, welche Chancen und Risiken sie haben und ob sie ins Portfolio gehören.
Lia: Perfekt, ich bin gespannt. Maik, fangen wir ganz vorne an. Was ist eine Kryptowährung?
Maik Marx: Eine Kryptowährung ist digitales Geld, das auf einer Technologie namens Blockchain basiert. Im Gegensatz zu Euro oder Dollar wird Krypto nicht von einer Zentralbank kontrolliert, sondern ist dezentral. Das bedeutet, es gibt keine zentrale Instanz, die Transaktionen überwacht oder Geld druckt. Stattdessen wird alles durch ein Netzwerk von Computern verwaltet. Kryptowährungen nutzen komplexe Verschlüsselung, daher der Name. Krypto kommt von Kryptografie.
Lia: Digitales Geld. Dezentral. Blockchain. Verschlüsselung. Maik, was ist Bitcoin?
Maik Marx: Bitcoin ist die erste und bekannteste Kryptowährung. Sie wurde 2009 von einer Person oder Gruppe unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto erfunden. Bitcoin war als Alternative zu traditionellem Geld gedacht. Unabhängig von Banken und Regierungen, begrenzt auf 21 Millionen Coins, transparent und fälschungssicher. Bitcoin funktioniert wie digitales Gold. Du kannst es besitzen, übertragen und als Wertspeicher nutzen.
Lia: Bitcoin als digitales Gold. 21 Millionen Coins Limit. Maik, was ist Ethereum?
Maik Marx: Ethereum ist die zweitgrößte Kryptowährung, aber sie hat einen anderen Zweck als Bitcoin. Ethereum wurde 2015 von Vitalik Buterin entwickelt. Während Bitcoin primär als Wertspeicher dient, ist Ethereum eine Plattform für sogenannte Smart Contracts und dezentrale Anwendungen. Smart Contracts sind selbstausführende Verträge, die automatisch ablaufen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Ethereum ist wie ein dezentraler Computer, auf dem jeder Programme laufen lassen kann.
Lia: Bitcoin als Wertspeicher, Ethereum als Plattform für Smart Contracts. Verstanden? Maik. Wie funktioniert die Blockchain?
Maik Marx: Die Blockchain ist wie ein digitales Kassenbuch, das öffentlich und unveränderbar ist. Jede Transaktion wird in einem Block gespeichert und diese Blöcke werden aneinandergereiht, daher der Name Blockchain. Jeder im Netzwerk hat eine Kopie dieser Blockchain. Wenn jemand eine Transaktion macht, wird sie von vielen Computern im Netzwerk überprüft und bestätigt. Dadurch ist die Blockchain sehr sicher und fälschungssicher. Niemand kann nachträglich Transaktionen ändern.
Lia: Blockchain als öffentliches, unveränderliches Kassenbuch. Maik, was sind die Vorteile von Kryptowährungen?
Maik Marx: Es gibt mehrere Vorteile. Erstens Dezentralisierung. Keine Bank oder Regierung kann dein Krypto einfrieren oder konfiszieren. Zweitens Transparenz. Alle Transaktionen sind öffentlich einsehbar. Drittens niedrige Transaktionskosten. Internationale Überweisungen mit Krypto sind oft günstiger und schneller als mit Banken. Viertens, Zugang für alle. Jeder mit Internetzugang kann Krypto nutzen, auch Menschen ohne Bankkonto. Und fünftens, Potenzial für hohe Renditen. Bitcoin ist von Null auf über 60.000 Dollar gestiegen.
Lia: Dezentralisierung, Transparenz, niedrige Kosten, Zugang für alle. Hohes Renditepotenzial. Das klingt gut. Maik, was sind die Nachteile?
Maik Marx: Es gibt viele Nachteile. Erstens, extreme Volatilität. Bitcoin ist schon mehrmals um 70 oder 80 Prozent gefallen. Das ist emotional und finanziell sehr belastend. Zweitens, Regulierungsunsicherheit. Regierungen könnten Krypto verbieten oder stark regulieren. Drittens, Sicherheitsrisiken. Wenn du dein Passwort verlierst oder gehackt wirst, ist dein Geld weg. Es gibt keine Bank, die dir hilft. 4. Energieverbrauch Bitcoin-Mining verbraucht enorm viel Energie, so viel wie ganze Länder. 5. Spekulation Viele Menschen kaufen Krypto nicht, um es zu nutzen, sondern um schnell reich zu werden. Das treibt die Preise in die Höhe, aber es ist nicht nachhaltig.
Lia: Extreme Volatilität, Regulierungsunsicherheit, Sicherheitsrisiken, Energieverbrauch, Spekulation. Das sind ernsthafte Risiken. Maik, wie hoch ist die Volatilität wirklich?
Maik Marx: Sehr hoch. Bitcoin ist 2017 von 2000 auf 20.000 Dollar gestiegen, dann auf 3.000 Dollar gefallen. Dann 2021 auf 69.000 Dollar gestiegen, dann auf 16.000 Dollar gefallen. Aktuell liegt Bitcoin bei etwa 40.000 bis 50.000 Dollar. Das sind Schwankungen von 50 bis 80 Prozent innerhalb weniger Monate. Für die meisten Menschen ist das zu viel Stress.
Lia: 50 bis 80 Prozent Schwankungen. Das ist krass. Maik, sollte ich in Krypto investieren?
Maik Marx: Das hängt von deiner Risikobereitschaft ab. Krypto ist hoch spekulativ. Du solltest nur Geld investieren, das du bereit bist zu verlieren. Wenn du sehr risikoavers bist, lass die Finger davon. Wenn du risikofreudig bist und an die Technologie glaubst, kannst du einen kleinen Teil deines Portfolios in Krypto investieren. Vielleicht 2 bis 5 Prozent. Aber niemals mehr als 10 Prozent. Krypto sollte eine Beimischung sein, keine Hauptanlage.
Lia: 2 bis 5 Prozent maximal. Nur Geld, das man verlieren kann. Maik. Wie kaufe ich Kryptowährungen?
Maik Marx: Du brauchst eine Kryptobörse, zum Beispiel Coinbase, Kraken, Binance oder Bitwavo. Dort erstellst du ein Konto, verifizierst deine Identität und kannst dann Krypto mit Euro kaufen. Du kannst die Krypto auf der Börse lassen oder in eine eigene Wallet übertragen. Eine Wallet ist wie ein digitales Portemonnaie. Es gibt Hot-Wallets, die online sind und Cold-Wallets, die offline sind und sicherer. Für Anfänger ist es am einfachsten, die Krypto auf der Börse zu lassen, aber das ist weniger sicher.
Lia: Kryptobörse, Wallet, Hot Wallet, Cold Wallet, Maik. Was ist der Unterschied zwischen Bitcoin und Altcoins?
Maik Marx: Bitcoin ist die erste und größte Kryptowährung. Alle anderen Kryptowährungen nennt man Altcoins, also alternative Coins. Beispiele sind Ethereum, Ripple, Cardano, Solana, Polkadot. Manche Altcoins haben spezifische Funktionen, andere sind reine Spekulation. Altcoins sind oft noch volatiler als Bitcoin. Für Anfänger ist Bitcoin die sicherste Wahl, weil es am etabliertesten ist.
Lia: Bitcoin am sichersten. Altcoins volatiler. Maik, was ist mit Stablecoins?
Maik Marx: Stablecoins sind Kryptowährungen, die an eine stabile Währung wie den Dollar gekoppelt sind. Beispiele sind Tether oder USD-Coin. Ein Stablecoin ist immer etwa einen Dollar wert. Sie werden genutzt, um Volatilität zu vermeiden, zum Beispiel beim Handeln zwischen verschiedenen Kryptos. Für langfristige Investitionen sind Stablecoins nicht interessant, weil sie nicht steigen.
Lia: Stablecoins an Dollar gekoppelt. Keine Wertsteigerung. Maik, was ist Mining?
Maik Marx: Mining ist der Prozess, durch den neue Bitcoins erstellt und Transaktionen bestätigt werden. Computer lösen komplexe mathematische Probleme und wer zuerst die Lösung findet, bekommt neue Bitcoins als Belohnung. Mining verbraucht enorm viel Rechenleistung und Energie. Für Privatpersonen lohnt sich Mining meist nicht mehr, weil die Kosten zu hoch sind.
Lia: Mining erstellt neue Bitcoins. Sehr energieintensiv. Maik, ist Krypto die Zukunft des Geldes?
Maik Marx: Das ist schwer zu sagen. Die Blockchain-Technologie ist definitiv revolutionär und wird bleiben. Ob Bitcoin oder Ethereum sich als Geld durchsetzen, ist unklar. Regierungen arbeiten an eigenen digitalen Währungen, sogenannten CBDCs. Krypto könnte eine Nische bleiben oder sich weiter verbreiten. Ich denke, Krypto wird Teil des Finanzsystems bleiben, aber nicht das traditionelle Geld ersetzen.
Lia: Blockchain bleibt. Krypto als Nische oder Ergänzung. Maik, vielen Dank für diese klare Einschätzung. Ich werde vorsichtig sein und höchstens ein paar Prozent investieren.
Maik Marx: Sehr vernünftig, Lia. Krypto ist spannend, aber riskant. Geh es langsam an.
Lia: Genau. Und liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, seid vorsichtig mit Krypto. Es ist hoch spekulativ. Investiert nur, was ihr verlieren könnt. Und niemals mehr als 5 bis 10 Prozent eures Portfolios. In unserer nächsten Folge sprechen wir über Steuern bei Geldanlagen. Was muss ich versteuern? Und wie kann ich Steuern sparen? Seid also unbedingt wieder dabei!
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