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Folge 29 ·25:07 ·15. Juli 2026

Die größten Geldfallen im Alltag - Und wie du sie vermeidest

Maik erläutert, wie man Geldfallen im Alltag vermeidet, darunter vergessene Abonnements und Impulskäufe. Er empfiehlt eine Abo-Inventur und die 24-Stunden-Regel zur Ausgabenreduzierung und zur Verbesserung finanzieller Gewohnheiten.

Die größten Geldfallen im Alltag: Und wie du sie vermeidest

In dieser Folge von Finanzpost.de dreht sich alles ums Sparen statt ums Investieren. Lia hat ihre Kontoauszüge durchforstet und war schockiert: vergessene Abos, ungenutzte Apps und spontane Onlinekäufe hatten sich still und leise summiert. Gemeinsam mit Finanzexperte Maik Marx geht sie den größten Geldfallen im Alltag auf den Grund. Du erfährst, warum es selten die großen Anschaffungen sind, die dich arm machen, sondern die vielen kleinen, unsichtbaren Ausgaben. Am Ende weißt du, wie du jeden Monat mehrere hundert Euro sparst, ganz ohne auf Lebensqualität zu verzichten.

Warum kleine Ausgaben so gefährlich sind

Maik bringt es auf den Punkt: Die meisten Menschen verlieren jeden Monat hunderte Euro, ohne es zu merken. Nicht der teure Urlaub oder das neue Sofa reißen das Loch in die Kasse, sondern die vielen kleinen Beträge, die automatisch abgebucht werden und deshalb unsichtbar bleiben. Fünf Euro hier, zehn Euro dort, und schon sind am Jahresende mehrere tausend Euro weg. Genau deshalb lohnt sich der bewusste Blick auf die eigenen Gewohnheiten. Wer seine Ausgaben kennt, kann gezielt gegensteuern und behält die Kontrolle. Die gute Nachricht: Fast jede dieser Fallen lässt sich mit wenigen Handgriffen entschärfen. Grundlagen dazu findest du kompakt erklärt in unserem Wissensbereich.

Falle 1: Vergessene Abonnements

Streaming-Dienste, Fitness-Apps, Cloud-Speicher, Musik-Abos: Viele Menschen haben zehn oder mehr laufende Abos und nutzen die Hälfte davon nicht mehr. Abos sind bequem, du meldest dich einmal an, und die Zahlung läuft automatisch. Genau darauf setzen die Anbieter, die das Kündigen oft absichtlich erschweren. Maiks Lösung ist die Abo-Inventur: Schau dir deine Kontoauszüge der letzten drei Monate an und markiere alle wiederkehrenden Zahlungen. Frage bei jedem Abo ehrlich, ob du es wirklich mindestens einmal pro Woche nutzt. Wenn nicht, kündige es sofort. Drei Streaming-Dienste für zusammen dreißig Euro, von denen du nur einen schaust, kosten dich sonst 240 Euro im Jahr. Was am Monatsende übrig bleibt, rechnest du mit unseren Rechnern schnell aus.

Kleine Abbuchungen summieren sich schnell zu großen Beträgen.

Falle 2: Impulskäufe online

Du scrollst durch Social Media, siehst eine Werbung, klickst drauf, und zwei Minuten später ist bestellt. Online-Shopping ist deshalb so gefährlich, weil du kein echtes Geld siehst, sondern nur eine Zahl eingibst. Das macht es psychologisch leicht, mehr auszugeben, als du eigentlich wolltest. Maiks Gegenmittel ist die 24-Stunden-Regel: Alles, was mehr als zwanzig Euro kostet, legst du zunächst nur in den Warenkorb und wartest einen Tag. In rund achtzig Prozent der Fälle ist der Impuls danach verflogen und du merkst, dass du es gar nicht brauchst. Ein zweiter Trick: Lösche deine gespeicherten Zahlungsdaten aus den Shops. Musst du jedes Mal die Kartennummer eintippen, ist die Hürde höher und du kaufst deutlich seltener spontan.

Falle 3: Teure Bankgebühren

Viele zahlen noch immer zehn, fünfzehn oder zwanzig Euro pro Monat für ihr Girokonto, dazu Gebühren für Karten, Überweisungen und Bargeldabhebungen. Schnell sind das zwei- bis dreihundert Euro im Jahr, obwohl es dutzende kostenlose Konten gibt, die genauso gut oder besser sind. Der häufigste Grund fürs Zögern ist Bequemlichkeit: Man ist seit zwanzig Jahren bei derselben Bank und hat nie über einen Wechsel nachgedacht. Dabei dauert der Umzug zu einem kostenlosen Konto etwa eine Stunde, und viele Banken bieten einen Kontowechselservice, der alles für dich erledigt. Welche Konten wirklich gebührenfrei sind, zeigt dir unser Vergleich.

Bargeld und Kontoauszüge bei einer Ausgaben-Inventur
Die Inventur: alle wiederkehrenden Zahlungen sichtbar machen.

Falle 4 und 5: Versicherungen und Verträge

Viele Menschen sind überversichert oder haben die falschen Policen. Handy-, Reisegepäck- oder Glasbruchversicherungen sind meist überflüssig oder überteuert. Maiks Faustregel: Versichere nur existenzielle Risiken, die dich finanziell ruinieren könnten, also Haftpflicht, Berufsunfähigkeit und Krankenversicherung. Alles, was zwar ärgerlich, aber verkraftbar ist, brauchst du nicht abzusichern. Genauso wichtig ist Falle Nummer fünf: teure Energie- und Handyverträge. Wer seit Jahren im selben Tarif steckt, zahlt oft dreißig Euro pro Monat zu viel. Ein regelmäßiger Vergleich und Wechsel spart bei gleicher Leistung schnell hunderte Euro im Jahr. Unverständliche Fachbegriffe schlägst du bei Bedarf in unserem Finanzlexikon nach.

Bis zu 400 Euro pro Monat sparen

Rechne die Fallen zusammen: 20 € vergessene Abos, 50 € Impulskäufe, 10 € Bankgebühren, 20 € unnötige Versicherungen, 30 € teure Verträge, 200 € Kaffee und Mittagessen unterwegs, dazu Premium-Versionen und teure Finanzprodukte. Schnell kommen 400 € im Monat zusammen, also fast 5.000 € im Jahr. Investiert statt ausgegeben wird daraus über die Jahre ein kleines Vermögen.

Falle 6 bis 9: Die Alltagsklassiker

Die teuerste Alltagsfalle ist oft der Coffee to go und das gekaufte Mittagessen: Wer täglich Kaffee und Mittagsmenü unterwegs bezahlt, gibt leicht zweihundert Euro im Monat aus. Selbst gekocht und mitgebracht sparst du den Großteil davon. Ähnlich subtil sind unnötige Premium-Versionen von Apps, die du kostenlos genauso gut nutzen könntest. Bei Falle acht geht es um Markenprodukte: No-Name-Ware im Supermarkt stammt häufig aus derselben Fabrik, kostet aber deutlich weniger. Und Falle neun ist die klassische Fitnessstudio-Mitgliedschaft, die viele zahlen, aber kaum nutzen. Sei ehrlich zu dir: Gehst du wirklich regelmäßig hin, oder wäre ein flexibleres Modell sinnvoller? Wie du das gesparte Geld sinnvoll anlegst, zeigt dir die Anlage-Übersicht.

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Falle 10: Teure Finanzprodukte

Die vielleicht unterschätzteste Falle sind teure Finanzprodukte mit hohen versteckten Kosten: aktiv gemanagte Fonds mit fetten Ausgabeaufschlägen, überteuerte Kapitallebensversicherungen oder provisionsgetriebene Anlageberatung. Ein einziges Prozent zusätzliche Gebühren pro Jahr kann dich über Jahrzehnte einen fünfstelligen Betrag kosten, weil der Zinseszins hier gegen dich arbeitet. Deshalb lohnt es sich, genau hinzuschauen und unabhängige Quellen zu nutzen. Verlässliche, verkaufsfreie Anlaufstellen sind die Verbraucherzentrale, das Portal Finanztip und die Deutsche Bundesbank, die dir neutrale Grundlagen und Daten liefern.

Person macht sich Sorgen über zu hohe monatliche Ausgaben
Unsichtbare Kosten verursachen langfristig echten Stress.

Dein Aktionsplan für diese Woche

Du musst nicht alle zehn Fallen auf einmal angehen. Starte mit dem, was am meisten bringt: Mach zuerst deine Abo-Inventur und kündige alles, was du nicht wirklich nutzt. Danach nimmst du dir die Bankgebühren vor und wechselst zu einem kostenlosen Konto. Führe die 24-Stunden-Regel für Onlinekäufe ein und plane dir bewusst ein paar mitgebrachte Mittagessen pro Woche. Jeder dieser Schritte dauert nur Minuten, wirkt aber Monat für Monat. Wichtig ist: Es geht nicht ums Verzichten, sondern darum, dein Geld nur noch für das auszugeben, was dir wirklich wichtig ist.

Fazit: Sparen ist die einfachste Rendite

Geldfallen im Alltag zu schließen ist die einfachste und sicherste Rendite überhaupt: Jeder gesparte Euro steht dir sofort zur Verfügung, ganz ohne Risiko. Wer die kleinen, unsichtbaren Ausgaben sichtbar macht, gewinnt am Ende hunderte Euro pro Monat zurück. Hör dir die ganze Folge mit Lia und Maik Marx an, um alle zehn Fallen im Detail zu verstehen, und abonniere den Podcast, damit du keine neue Folge verpasst. Mach noch heute den ersten Schritt und starte deine eigene Abo-Inventur.

Shownotes zu dieser Folge +

29 - Die größten Geldfallen im Alltag - Und wie du sie vermeidest

In der neunundzwanzigsten Folge von Finanzpost.de: Der Finanz- und Vorsorge-Podcast zeigen dir Lia und Finanzexperte Maik Marx die zehn größten Geldfallen im Alltag – und wie du sie vermeidest! Wo rinnt dein Geld unbemerkt durch die Finger?

Erfahre, welche zehn Geldfallen die meisten Menschen Geld kosten (vergessene Abos, Impulskäufe, teure Bankgebühren, unnötige Versicherungen, teure Verträge, Mittagessen und Kaffee to go, Premium-Versionen, Markenprodukte, Fitnessstudio, teure Finanzprodukte), wie viel du realistisch sparen kannst (vierhundert Euro pro Monat, fast fünftausend Euro pro Jahr), und was passiert, wenn du das gesparte Geld investierst (fünfhunderttausend Euro nach dreißig Jahren)!

In dieser Folge erfährst du
  • Die zehn größten Geldfallen im Alltag
  • Geldfalle eins: Vergessene Abonnements (zwanzig Euro/Monat)
  • Geldfalle zwei: Impulskäufe online (fünfzig Euro/Monat)
  • Geldfalle drei: Teure Bankgebühren (zehn Euro/Monat)
  • Geldfalle vier: Unnötige Versicherungen (zwanzig Euro/Monat)
  • Geldfalle fünf: Teure Energie- und Handyverträge (dreißig Euro/Monat)
  • Geldfalle sechs: Mittagessen und Kaffee to go (zweihundert Euro/Monat)
  • Geldfalle sieben: Unnötige Premium-Versionen (zehn Euro/Monat)
  • Geldfalle acht: Markenprodukte statt No-Name (zwanzig Euro/Monat) ⏰
  • Geldfalle neun: Fitnessstudio-Mitgliedschaft (fünfzig Euro/Monat)
  • Geldfalle zehn: Teure Finanzprodukte (hohe Gebühren)
  • Wie viel du sparen kannst: Vierhundert Euro/Monat
Komplettes Transkript dieser Folge +

Hallo zusammen, hier ist Lia von Finanzpost.de. Ich freue mich total, dass ihr wieder dabei seid. Die letzten Wochen haben wir viel über Investieren gesprochen, ETFs, Asset Allocation, Rebalancing. Alles super wichtig. Aber heute machen wir mal was anderes. Heute geht es nicht darum, wie du dein Geld vermehrst, sondern wie du verhinderst, dass es dir durch die Finger rinnt. Ich habe nämlich letzte Woche mal meine Kontoauszüge durchgeschaut und ich war schockiert. Da waren so viele kleine Ausgaben, die ich total vergessen hatte. Ein Streaming-Abo, das ich seit Monaten nicht mehr nutze. Eine Fitness-App, für die ich, ich monatlich zahle, obwohl ich die nur zweimal benutzt habe. Und dann noch diese Impulskäufe online. Maik hat mir gesagt, dass das typische Geldfallen sind und dass ich damit nicht alleine bin. Heute sprechen wir über die größten Geldfallen im Alltag und wie du sie vermeidest. Maik, ich brauche deine Hilfe.

Maik Marx: Hallo Lia, hallo liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Du bist tatsächlich nicht alleine, Lia. Die meisten Menschen verlieren jeden Monat hunderte Euro durch Geldfallen, ohne es zu merken. Und das Schlimme ist, es sind oft nicht die großen Ausgaben, die uns arm machen, sondern die vielen kleinen, unsichtbaren Ausgaben, die sich summieren. Heute werden wir die zehn größten Geldfallen im Alltag durchgehen. Und ich zeige dir, wie du sie vermeidest. Am Ende wirst du wissen, wie du jeden Monat hunderte Euro sparen kannst, ohne auf Lebensqualität zu verzichten.

Hunderte Euro pro Monat. Das klingt unglaublich. Lass uns direkt starten. Was ist Geldfalle Nummer 1?

Maik Marx: Geldfalle Nummer 1. Vergessene Abonnements. Das ist genau das, was du beschrieben hast, Lia. Streamingdienste, Fitness-Apps, Zeitschriften, Cloud-Speicher, Musikdienste. Viele Menschen haben 5, 10, manchmal 15 Abos und sie nutzen die Hälfte davon nicht mehr. Warum? Weil Abos so bequem sind. Du meldest dich einmal an, die Zahlung läuft automatisch und du vergisst es. Die Unternehmen wissen das und machen es absichtlich schwer, Abos zu kündigen. Manche verstecken den Kündigungsbutton, manche verlangen, dass du anrufst, manche haben lange Kündigungsfristen. Die Lösung? Mach eine Abo-Inventur. Schau dir deine Kontoauszüge der letzten drei Monate an und markiere alle wiederkehrenden Zahlungen. Dann frage dich bei jedem Abo, nutze ich das wirklich mindestens einmal pro Woche? Wenn die Antwort Nein ist, kündige es sofort. Und wenn du es vielleicht irgendwann wieder brauchst, kannst du es jederzeit neu abschließen. Ein Beispiel, wenn du drei Streamingdienste hast, Netflix, Amazon Prime und Disney Plus, für zusammen 30 Euro pro Monat, aber du schaust nur Netflix, dann kündige die anderen beiden. Das sind 20 Euro pro Monat, 240 Euro pro Jahr. Nur durch zwei Kündigungen.

Abo Inventur. Das ist ein super Tipp. Ich werde das heute Abend machen. Was ist Geldfalle Nummer 2?

Maik Marx: Geldfalle Nummer 2, Impulskäufe online. Das ist eine der gefährlichsten Geldfallen, weil sie so subtil ist. Du scrollst durch Instagram oder TikTok, siehst eine Werbung für ein tolles Produkt, klickst drauf und zwei Minuten später hast du es gekauft. Oder du bist auf Amazon, suchst nach einem Buch und plötzlich hast du noch drei andere Sachen im Warenkorb, die du gar nicht brauchst. Warum ist das so gefährlich? Weil Online-Shopping so einfach ist. Ein Klick und es ist bestellt. Du siehst kein echtes Geld, du gibst nur eine Zahl ein. Das macht es psychologisch viel leichter Geld auszugeben. Die Lösung? Die 24-Stunden-Regel. Wenn du etwas online kaufen willst, das mehr als 20 Euro kostet, lege es in den Warenkorb, aber kaufe es nicht sofort. Warte 24 Stunden. Wenn du es nach 24 Stunden immer noch willst, kannst du es kaufen. Aber in 80% der Fälle wirst du feststellen, dass du es gar nicht wirklich brauchst. Der Impuls ist weg. Und noch ein Tipp. Lösche deine gespeicherten Zahlungsdaten aus Online-Shops. Wenn du jedes Mal deine Kreditkartennummer eingeben musst, ist die Hürde höher und du kaufst weniger impulsiv.

Die 24-Stunden-Regel. Das ist brillant. Ich werde das ab sofort machen. Was ist Geldfalle Nummer 3?

Maik Marx: Geldfalle Nummer 3, teure Bankgebühren. Viele Menschen zahlen immer noch 10, 15, manchmal 20 Euro pro Monat für ihr Girokonto. Dazu bekommen Gebühren für Kreditkazen, für Überweisungen, für Bargeldabhebungen. Das summiert sich schnell auf 200 bis 300 Euro pro Jahr. Und das Verrückte ist, es gibt dutzende kostsinnlose Girocon-Szenen, die genauso gut sind, wenn nicht besser. Warum zahlen Menschen trotzdem? Aus Bequemlichkeit. Sie sind seit 20 Jahren bei derselben Bank und haben nie darüber nachgedacht zu wechseln. Die Lösung? Wechsle zu einem kostsehenlosen Girokonto. Es gibt viele gute Opti einen. DKB, ING, Comdirect, NSENC, CSIN 424. Alle B10 kostsinnlose Kontoführung, kostsinnlose Kreditkart-Szenen, kostsinnlose Bargeldabhebungen. Der Wechsel dauert etwa eine Stunde und du sparst 200 bis 300 Euro pro Jahr. Das ist eine Stunde sehr gut investierte Zeit. Und wenn du Angst vor dem Aufwand hast, die meisten Banken bieten einen Kontowechsel-Service an, der alles für dich erledigt.

Kostenlose Girokonten Ich habe tatsächlich noch ein Konto bei meiner alten Sparkasse und zahle 8 Euro pro Monat. Das werde ich ändern. Was ist Geldfalle Nummer 4?

Maik Marx: Geldfalle Nummer 4, teure Versicherungen. Viele Menschen sind überversichert oder haben die falschen Versicherungen. Sie zahlen für Versicherungen, die sie nicht brauchen. Oder sie zahlen zu viel für Versicherungen, die sie brauchen. Typische Beispiele. Handyversicherung, Reisegepäckversicherung, Glasbruchversicherung, Sterbegeldversicherung. Die meisten dieser Versicherungen sind überflüssig oder überteuert. Die Lösung? Mach eine Versicherungsinventur. Schau dir alle deine Versicherungen an und frage dich, brauche ich das wirklich? Deckt das ein existenzielles Risiko ab? Existenzielle Risiken sind Dinge, die dich finanziell ruinieren könnten. Haftpflicht, Berufsunfähigkeit, Krankenversicherung. Nicht existenzielle Risiken sind Dinge, die ärgerlich sind, aber dich nicht ruinieren. Handy kaputt, Brille kaputt, Gepäck verloren. Für existenzielle Risiken brauchst du Versicherungen. Für nicht existenzielle Risiken nicht. Und wenn du Versicherungen hast, die du brauchst, vergleiche die Preise. Nutze Vergleichsportale wie Check24 oder Verivox. Oft kannst du durch einen Wechsel hunderte Euro pro Jahr sparen bei gleicher Leistung.

Versicherungsinventur. Das steht auch auf meiner To-Do-Liste. Ich habe tatsächlich eine Handyversicherung, die ich wahrscheinlich nicht brauche. Was ist Geldfalle Nummer 5?

Maik Marx: Geldfalle Nummer 5. Teure Energie- und Handyverträge. Viele Menschen zahlen viel zu viel für Strom, Kau und Mobilfunk, weil sie seit Jahren im selben Vertrag sind und nie gewechselt haben. Die Energieanbieter und Mobilfunkanbieter wissen das und erhöhen die Preise für Bestandskunden schleichend. Während sie Neukunden mit günstigen Angeboten locken. Die Lösung? Wechsle regelmäßig. Einmal pro Jahr solltest du deine Energie- und Handyverträge überprüfen und vergleichen. Nutze Vergleichsportale wie Check4, 24, Verivox oder Wechseljetzt. Oft kannst du durch einen Wechsel 200 bis 400 Euro pro Jahr sparen. Und der Wechsel ist einfacher, als du denkst. Die meisten Portale übernehmen die Kündigung und den Wechsel für dich. Du musst nur ein Formular ausfüllen. Ein Beispiel. Wenn du für Strom und Gas zusammen 150 Euro pro Monat zahlst und du durch einen Wechsel 20% sparst, sind das 30 Euro pro Monat, 360 Euro pro Jahr, nur durch einen Wechsel.

Regelmäßig wechseln. Das ist ein guter Tipp. Ich habe meinen Stromvertrag seit drei Jahren nicht mehr angeschaut. Was ist Geldfalle Nummer 6?

Maik Marx: Geldfalle Nummer 6. Teure Mittagessen und Kaffee to go. Das ist eine Geldfalle, die viele Menschen unterschätzen. Jeden Tag ein Mittagessen in der Kantine oder beim Bäcker für 8 bis 12 Euro. Jeden Morgen ein Kaffee to go für 4 Euro. Das sind pro Tag 12 bis 16 Euro. Pro Monat 360 bis 480 Euro, pro Jahr über 4000 Euro, nur für Mittagessen und Kaffee. Die Lösung Meal Prep und Thermoskanne. Bereite dein Mittagessen am Abend vorher vor und nimm es mit zur Arbeit. Das kostet dich vielleicht 3 bis 4 Euro pro Portion statt 10 Euro. Und mach deinen Kaffee zu Hause und nimm ihn in einer Thermoskanne mit. Das kostet dich 50 Cent statt 4 Euro. Wenn du das konsequent machst, sparst du pro Monat 200 bis 300 Euro, pro Jahr über 2000 Euro. Das ist eine riesige Summe. Und das Beste, du isst oft gesünder, weil du selbst kochst.

Meal Prep und Thermoskanne. Das ist so einfach, aber so effektiv. Ich gebe tatsächlich viel zu viel für Mittagessen aus. Was ist Geldfalle Nummer 7?

Maik Marx: Geldfalle Nummer 7? Unnötige Premium-Versionen. Viele Menschen zahlen für Premium-Versionen von Apps, Software oder Diensten. Obwohl die kostenlose Version völlig ausreichen würde. Spotify Premium, YouTube Premium, LinkedIn Premium, Dropbox Premium und so weiter. Die Premium-Versionen kosten oft 10 bis 20 Euro pro Monat und die meisten Funktionen nutzt man gar nicht. Die Lösung? Frage dich ehrlich, ob du die Premium-Version wirklich brauchst. Nutzt du die Zusatzfunktionen regelmäßig oder zahlst du nur, weil du keine Werbung sehen willst? Manchmal ist die kostenlose Version mit Werbung die bessere Wahl, weil du 100 Euro pro Jahr sparst. Und wenn du die Premium-Version wirklich brauchst, prüfe, ob es günstigere Alternativen gibt. Oft gibt es Familienabos oder Jahresabos, die günstiger sind als Monatsabos.

Premium-Versionen hinterfragen Das ist ein guter Punkt. Ich habe tatsächlich Spotify Premium, aber ich könnte auch mit der kostenlosen Version leben. Was ist Geldfalle Nummer 8?

Maik Marx: Geldfalle Nummer 8? Teure Markenprodukte statt No-Name-Produkte. Viele Menschen kaufen im Supermarkt immer die teuren Markenprodukte, obwohl die No-Name-Produkte oft genauso gut sind, manchmal sogar vom selben Hersteller produziert werden. Der Unterschied ist nur die Verpackung und der Preis. Beispiel. Markenmilch kostet 1,20 Euro, No-Name-Milch kostet 80 Cent. Das sind 40 Cent Unterschied. Wenn du 10 solcher Produkte pro Woche kaufst, sparst du 4 Euro pro Woche, 16 Euro pro Monat, fast 200 Euro pro Jahr. Die Lösung? Probiere No-Name-Produkte aus. Fang mit Grundnahrungsmitteln an. Milch, Mehl, Zucker, Reis, Nudeln, die sind fast immer identisch mit den Markenprodukten. Wenn du den Unterschied nicht schmeckst, bleib bei No Name. Wenn du den Unterschied schmeckst, kannst du immer noch zur Marke zurück. Aber in den meisten Fällen wirst du keinen Unterschied merken.

No Name Produkte. Das ist so simpel, aber so effektiv. Ich kaufe tatsächlich oft Markenprodukte aus Gewohnheit, nicht weil sie besser sind. Was ist Geldfalle Nummer 9?

Maik Marx: Geldfalle Nummer 9? Teure Fitnessstudio-Mitgliedschaften, die du nicht nutzt. Viele Menschen melden sich im Januar motiviert im Fitnessstudio an, gehen drei Monate lang regelmäßig und dann nie wieder. Aber sie zahlen weiter, Monat für Monat, 40 bis 60 Euro, weil sie sich einreden, dass sie irgendwann wieder hingehen werden. Spoiler, sie gehen nicht. Die Lösung? Sei ehrlich zu dir selbst. Wenn du in den letzten drei Monaten weniger als viermal im Fitnessstudio warst, kündige. Du kannst dich jederzeit wieder anmelden, wenn du wirklich wieder anfangen willst. Und wenn du Sport machen willst, gibt es viele günstigere Alternativen. Joggen im Park, Yoga-Videos auf YouTube, Bodyweight-Training zu Hause. Das kostet 0 Euro. Oder nutze günstige Fitnessstudios wie FitX oder McFit, die nur 20 Euro pro Monat kosten, statt 60.

Fitnessstudio kündigen, wenn man es nicht nutzt. Das ist hart, aber fair. Ich kenne so viele Menschen, die genau in diese Falle tappen. Was ist Geldfalle Nummer 10?

Maik Marx: Geldfalle Nummer 10 Teure Finanzprodukte mit hohen Gebühren Das ist eine Geldfalle, die wir in diesem Podcast schon oft angesprochen haben, aber sie ist so wichtig, dass ich sie nochmal erwähnen muss. Viele Menschen investieren in teure, aktiv gemanagte Fonds, Riester-Renten, Lebensversicherungen oder andere Finanzprodukte mit hohen Gebühren von 1 bis 3 Prozent pro Jahr. Diese Gebühren fressen langfristig einen riesigen Teil der Rendite auf. Die Lösung? Nutze günstige ETFs mit Gebühren von 0,2 bis 0,3% pro Jahr. Wir haben in früheren Folgen ausführlich darüber gesprochen. Wenn du 100.000 Euro hast und 2% Gebühren sparst, sind das 2.000 Euro pro Jahr. Über 30 Jahre sind das 60.000 Euro plus entgangene Rendite. Das ist eine riesige Summe. Also, Finger weg von teuren Finanzprodukten, nutze günstige ETFs.

10 Geldfallen. Das ist eine beeindruckende Liste. Wenn ich alle diese Geldfallen vermeide, wie viel kann ich denn realistisch pro Monat sparen?

Maik Marx: Das hängt natürlich von deiner individuellen Situation ab, Lia. Aber lass uns ein realistisches Beispiel durchrechnen. Vergessene Abos kündigen 20 Euro pro Monat. Impulskäufe reduzieren 50 Euro pro Monat. Zu kostenlosem Girokonto wechseln 10 Euro pro Monat. Unnötige Versicherungen kündigen 20 Euro pro Monat. Energie- und Handyvertrag wechseln 30 Euro pro Monat. Meal Prep statt Kantine 200 Euro pro Monat. Premiumversionen kündigen 10 Euro pro Monat. No-Name-Produkte kaufen 20 Euro pro Monat. Fitnessstudio kündigen 50 Euro pro Monat. Das sind zusammen 410 Euro pro Monat, fast 5000 Euro pro Jahr und das ohne auf Lebensqualität zu verzichten. Du lebst genauso gut wie vorher, aber du verschwendest kein Geld mehr für Dinge, die du nicht brauchst oder nicht nutzt.

410 Euro pro Monat. Das ist unglaublich. Und wenn ich diese 410 Euro jeden Monat in meinen ETF-Sparplan stecke, was passiert dann langfristig?

Maik Marx: Sehr gute Frage, Lia. Lass uns das durchrechnen. Wenn du 410 Euro pro Monat in einen ETF-Sparplan investierst, mit einer durchschnittlichen Rendite von 7% pro Jahr, dann hast du nach 10 Jahren etwa 70.000 Euro, nach 20 Jahren etwa 210.000 Euro und nach 30 Jahren etwa 500.000 Euro. Nur dadurch, dass du Geldfallen vermeidest und das gesparte Geld investierst. Das ist der Unterschied zwischen finanzieller Freiheit und finanziellem Stress. Deshalb ist es so wichtig, nicht nur darüber nachzudenken, wie du dein Geld vermehrst, sondern auch darüber, wie du verhinderst, dass es dir durch die Finger rinnt.

500.000 Euro nach 30 Jahren. Das ist lebensverändernd. Maik, vielen Dank für diese unglaublich praktische Folge. Ich werde heute Abend meine Abo-Inventur machen und meine Kontoauszüge durchgehen.

Maik Marx: Das freut mich sehr, Lia. Und ich bin mir sicher, dass du viele Geldfallen finden wirst. Und auch euch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, möchte ich ermutigen, nehmt euch eine Stunde Zeit, geht eure Ausgaben durch und eliminiert die Geldfallen. Es ist eine der besten Investitionen, die ihr machen könnt.

Absolut. In unserer nächsten Folge, Folge 30, sprechen wir über die Psychologie des Investierens. Gier, Angst und wie du cool bleibst, auch wenn die Märkte verrückt spielen. Das wird super spannend. Bis nächste Woche. Bleibt klug und vermeidet Geldfallen.

Maik Marx: Die in diesem Podcast enthaltenen Informationen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Finanzpost.de und die Sprecher übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte. Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko. Für verbindliche Finanzberatung empfehlen wir, einen zertifizierten Finanzberater zu konsultieren.

Moment Maik, bevor wir zum Ende kommen, habe ich noch eine Frage. Wie fange ich am besten an? Die Liste ist so lang und ich fühle mich ein bisschen überfordert. Soll ich alles auf einmal machen oder Schritt für Schritt?

Maik Marx: Sehr gute Frage, Lia. Mein Rat, fang klein an, aber fang heute an. Nimm dir heute Abend eine Stunde Zeit und mach die Abo-Inventur. Das ist die einfachste und schnellste Geldfalle zu eliminieren. Schau dir deine Kontoauszüge der letzten drei Monate an, markiere alle Abos und kündige die, die du nicht nutzt. Das dauert eine Stunde und du sparst sofort 20 bis 50 Euro pro Monat. Nächste Woche nimmst du dir die nächste Geldfalle vor, zum Beispiel das Girokonto. Die Woche darauf die Versicherungen und so weiter. Schritt für Schritt. Wenn du versuchst, alles auf einmal zu machen, wirst du überfordert sein und vielleicht gar nichts machen. Aber wenn du jede Woche eine Geldfalle eliminierst, hast du in 10 Wochen alle 10 Geldfallen eliminiert. Und dann sparst du jeden Monat 400 Euro oder mehr, ohne dass es sich nach Verzicht anfühlt.

Schritt für Schritt eine Geldfalle pro Woche. Das klingt machbar. Und was ist mit meinem Partner oder meiner Familie? Sollte ich sie auch einbeziehen?

Maik Marx: Unbedingt, Lia. Geldfallen zu eliminieren, funktioniert am besten, wenn alle an einem Strang ziehen. Setz dich mit deinem Partner zusammen und geht gemeinsam eure Ausgaben durch. Oft hat jeder seine eigenen Geldfallen, die der andere gar nicht kennt. Und wenn ihr gemeinsam spart, könnt ihr die Ersparnisse auch gemeinsam investieren. Das motiviert. Und wenn du Kinder hast, kannst du ihnen auch beibringen, Geldfallen zu erkennen. Das ist eine unglaublich wertvolle Lektion fürs Leben. Kinder lernen oft mehr durch Vorbild als durch Worte. Wenn sie sehen, dass du bewusst mit Geld umgehst, werden sie das auch tun.

Gemeinsam sparen. Das ist ein guter Punkt. Ich werde mit meinem Partner darüber sprechen. Und noch eine letzte Frage. Was mache ich, wenn ich eine Geldfalle eliminiert habe, aber dann wieder in alte Muster zurückfalle? Zum Beispiel, wenn ich mein Fitnessstudio kündige, aber dann ein neues Abo abschließe, das ich auch nicht nutze?

Maik Marx: Das ist eine sehr wichtige Frage, Lia. Und sie berührt ein psychologisches Phänomen. Gewohnheiten. Geldfallen sind oft Gewohnheiten. Du bist es gewohnt, impulsiv zu kaufen. Du bist es gewohnt, Abos abzuschließen. Du bist es gewohnt, jeden Tag Kaffee-to-go zu kaufen. Gewohnheiten zu ändern ist schwer, aber es ist möglich. Der Schlüssel ist, neue Gewohnheiten zu etablieren, die die alten ersetzen. Wenn du die Gewohnheit hast, jeden Morgen Kaffee to go zu kaufen, ersetze sie durch die Gewohnheit, jeden Abend eine Thermoskanne vorzubereiten. Wenn du die Gewohnheit hast, impulsiv online zu kaufen, ersetze sie durch die 24-Stunden-Regel. Und wenn du merkst, dass du wieder in alte Muster zurückfällst, sei nicht zu hart zu dir selbst. Es ist normal, Rückschläge zu haben. Wichtig ist, dass du wieder aufstehst und weitermachst. Und noch ein Tipp. Automatisiere deine Ersparnisse. Richte einen Dauerauftrag ein, der am Anfang des Monats automatisch Geld von deinem Girokonto auf dein Sparkonto oder in deinen ETF-Sparplan überweist. So siehst du das Geld gar nicht erst und kannst es nicht ausgeben. Das ist die beste Methode, um Geldfallen langfristig zu vermeiden.

Neue Gewohnheiten etablieren und Ersparnisse automatisieren. Das sind zwei sehr praktische Tipps. Vielen Dank, Maik. Ich fühle mich jetzt wirklich bereit, meine Geldfallen zu eliminieren und mein Geld sinnvoll zu nutzen.

Maik Marx: Das freut mich sehr, Lia. Du bist auf einem sehr guten Weg. Und denk daran, jeder Euro, den du nicht für Geldfallen ausgibst, ist ein Euro, den du für deine Zukunft investieren kannst. Das ist der Unterschied zwischen finanzieller Freiheit und finanziellem Stress.

Perfekt. Vielen Dank, Maik, für diese super praktische und motivierende Folge.

Maik Marx: Sehr gerne, Lia. Und auch euch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, wünsche ich viel Erfolg beim Eliminieren eurer Geldfallen. Nehmt euch die Zeit, geht eure Ausgaben durch und ihr werdet erstaunt sein, wie viel Geld ihr sparen könnt. Bis nächste Woche.

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