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Folge 35 ·18:44 ·26. Aug. 2026

Themen-ETFs: Zukunftstrend oder gefährlicher Hype?

🚀 Wasserstoff, KI, Blockchain: Lohnt sich das Investment oder verlierst du Geld?

Themen-ETFs: Zukunftstrend oder gefährlicher Hype?

Willkommen zu Folge 35 von Finanzpost.de. Lia ist begeistert: Überall sieht sie Werbung für Wasserstoff-, KI- und Blockchain-ETFs, die versprechen, mit den Megatrends von morgen richtig viel Geld zu verdienen. Doch ein komisches Bauchgefühl bleibt. Genau deshalb holt sie sich die Einschätzung von Finanzexperte Maik Marx. Gemeinsam klären die beiden, was Themen-ETFs eigentlich sind, welche Chancen und welche handfesten Risiken dahinterstecken, und für wen sie überhaupt Sinn ergeben. Am Ende dieser Folge hast du eine klare Meinung und weißt, ob sich der Hype für dich lohnt oder ob du besser die Finger davon lässt.

Was Themen-ETFs eigentlich sind

Themen-ETFs, auch Thematic ETFs genannt, investieren gezielt in Unternehmen, die zu einem bestimmten Thema oder Megatrend gehören. Das kann eine Technologie wie Künstliche Intelligenz oder Blockchain sein, eine Branche wie erneuerbare Energien oder E-Mobilität, oder ein gesellschaftlicher Trend wie die Alterung der Gesellschaft oder Cybersecurity. Die Grundidee klingt bestechend: Diese Themen sollen in Zukunft stark wachsen, und die beteiligten Unternehmen entsprechend überdurchschnittliche Renditen abwerfen. Statt breit in den gesamten Weltmarkt zu investieren, setzt du also eine gezielte Wette auf einen einzelnen Zukunftsbereich. Das ist reizvoll, weil es greifbar und spannend wirkt, birgt aber genau darin schon den Kern des Problems: Du gibst die breite Streuung auf. Was breite Diversifikation überhaupt bedeutet, erklären wir dir kompakt in unserem Wissensbereich.

Diese Themen sind gerade beliebt

Die Auswahl ist riesig und wird jeden Monat größer. Zu den beliebtesten Themen gehören Künstliche Intelligenz und Robotik, erneuerbare Energien und Klimaschutz, E-Mobilität und autonomes Fahren, Blockchain und Kryptowährungen, Cybersecurity, Gesundheit und Biotechnologie, Wasser, Gaming und E-Sports, Cloud Computing und sogar der Weltraum. Die Liste ist praktisch endlos. Genau das ist ein Warnsignal: Die Anbieter reagieren mit neuen Produkten auf das, was gerade im Trend liegt, nicht auf das, was langfristig sinnvoll ist. Ein neu aufgelegter Themen-ETF folgt oft dem Hype, statt ihm voraus zu sein. Bevor du dich von einem klangvollen Namen mitreissen lässt, lohnt ein nüchterner Blick auf die Zahlen. Unsere Rechner helfen dir, Kosten und mögliche Renditen realistisch einzuordnen.

Erst prüfen, dann investieren: der nüchterne Blick zahlt sich aus.

Die vier grossen Risiken

Maik nennt vier Risiken, die du kennen musst. Erstens die Konzentration: Themen-ETFs investieren nur in einen kleinen Ausschnitt des Marktes. Läuft das Thema schlechter als erwartet, verlierst du Geld. Zweitens das Timing: Die Kurse steigen oft genau dann stark, wenn das Thema gerade gehypt wird, sodass du zu teuer einkaufst. Drittens die Kosten: Themen-ETFs haben häufig eine TER von 0,5 bis 0,8 Prozent, deutlich mehr als ein klassischer Welt-ETF. Viertens die Blasengefahr: Viele der enthaltenen Unternehmen machen noch keine Gewinne, sondern verkaufen vor allem Hoffnungen. Platzt die Blase, können die Verluste dramatisch ausfallen. Diese vier Faktoren wirken oft zusammen und verstärken sich gegenseitig. Welcher Fonds wie teuer ist, siehst du in unserem Vergleich.

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Breit statt schmal: Streuung laesst dein Vermoegen stabiler wachsen.

Wenn der Hype platzt: Lehren aus der Geschichte

Die Geschichte liefert eindringliche Warnungen. Ein Klassiker ist der Dotcom-Boom um das Jahr 2000: Technologie-Fonds investierten in Internet-Unternehmen, die Kurse explodierten, alle sprangen auf den Zug auf. Dann platzte die Blase, und viele dieser Fonds verloren 80 bis 90 Prozent ihres Wertes. Zahlreiche Anleger verloren ihr gesamtes Geld. Ein neueres Beispiel ist Wasserstoff: 2020 total gehypt, die Kurse schossen nach oben, dann kam die Ernüchterung, und viele dieser ETFs halbierten sich. Natürlich gibt es auch Erfolgsgeschichten. Wer früh in E-Mobilität investierte, als Tesla noch klein war, hat sehr gut verdient, und auch Cybersecurity-ETFs liefen zuletzt stark. Das Problem bleibt: Du musst das richtige Thema zur richtigen Zeit erwischen, und die meisten steigen erst ein, wenn der Hype schon läuft.

Woran du einen Hype erkennst

Alarmsignale sind: Alle reden plötzlich über ein Thema, die Kurse sind bereits stark gestiegen, es kommen viele neue ETFs zum selben Trend auf den Markt, und die Bewertungen sind extrem hoch, obwohl viele Unternehmen noch keine Gewinne machen. Wenn ein Thema die Titelseiten füllt, ist der günstige Einstieg meist schon vorbei. Fuer die meisten Anleger gilt: lieber breit gestreut und geduldig als spekulativ und spaet.

Fuer wen Themen-ETFs Sinn ergeben

Themen-ETFs sind kein Produkt für Einsteiger. Sie können für erfahrene Anleger passen, die sich intensiv mit einem Thema beschäftigt haben und eine echte, fundierte Überzeugung mitbringen. Wenn du zum Beispiel fest davon überzeugt bist, dass Künstliche Intelligenz die Zukunft dominiert, und bereit bist, das Risiko bewusst zu tragen, kannst du einen kleinen Teil deines Portfolios investieren. Entscheidend ist das Wort klein: Maximal fünf bis zehn Prozent, alles darüber hinaus wird zur Spekulation. Der Großteil deines Vermögens sollte weiterhin in einem breit gestreuten Welt-ETF liegen, der dein stabiles Fundament bildet. So kannst du an einem Trend teilhaben, ohne dein gesamtes Vermögen zu gefährden. Wie du dein Portfolio sinnvoll strukturierst, zeigt dir unsere Anlage-Übersicht.

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Der Unterschied zu ESG-ETFs

Häufig werden Themen-ETFs mit ESG-ETFs verwechselt, doch das sind zwei verschiedene Dinge. ESG steht für Environmental, Social, Governance, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. ESG-ETFs investieren in Unternehmen, die bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen, sind dabei aber deutlich breiter gestreut als reine Themen-ETFs und damit weniger riskant. Trotzdem lohnt genaues Hinschauen, denn die Kriterien unterscheiden sich stark: Manche ESG-ETFs schließen nur die schlimmsten Unternehmen aus, andere arbeiten mit sehr strengen Vorgaben. Achte bei der Auswahl generell auf Fondsvolumen, Kosten, Zusammensetzung, Diversifikation und die bisherige Performance. Begriffe wie TER oder ESG erklären wir dir verständlich in unserem Finanzlexikon.

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Kluge Entscheidungen entstehen aus Wissen, nicht aus Werbung.

Wo du dich neutral informierst

Lass dich nicht von Hype und Marketing blenden. Wer die Grundlagen kennt, durchschaut glänzende Werbeversprechen, bevor sie Geld kosten. Verlässliche, unabhängige Anlaufstellen ohne Verkaufsinteresse sind die Verbraucherzentrale, das Portal Finanztip und die Deutsche Bundesbank. Dort findest du seriöse Grundlagen und neutrale Daten, die dir helfen, ein Angebot ehrlich einzuordnen, statt dich auf die Verkaufssprache der Anbieter zu verlassen.

Fazit: Breit schlaegt schmal

Themen-ETFs können spannend sein, sind aber deutlich riskanter, als die Werbung suggeriert. Für die allermeisten Anleger bleibt ein breit gestreuter Welt-ETF die bessere Wahl, und ein Themen-ETF höchstens eine kleine Beimischung von fünf bis zehn Prozent. Hör dir die ganze Folge an, abonniere den Podcast und triff deine Entscheidungen mit Wissen statt Bauchgefühl. In Folge 36 geht es um die Fundamentalanalyse: wie du wirklich gute Unternehmen erkennst. Bis nächste Woche, bleib investiert und bleib entspannt!

Shownotes zu dieser Folge +

35 - BESCHREIBUNG - Themen ETFs Hype oder sinnvolle Ergaenzung

Wasserstoff, KI, Blockchain: Lohnt sich das Investment oder verlierst du Geld?

In der fünfunddreißigsten Folge von Finanzpost.de: Der Finanz- und Vorsorge-Podcast entlarven Lia und Finanzexperte Maik Marx die Wahrheit über Themen-ETFs.

In dieser Folge erfährst du
  • ✓ Was sind Themen-ETFs? (Investments in Megatrends)
  • ✓ Welche Themen gibt es? (KI, erneuerbare Energien, E-Mobilität, Blockchain, Cybersecurity, Gesundheit, Wasser, Gaming, Cloud, Weltraum)
  • ✓ Die Risiken: Konzentration, Timing, hohe Kosten, Blasengefahr
  • ✓ Beispiele für gescheiterte Themen-ETFs (Dotcom-Blase, Wasserstoff)
  • ✓ Erfolgsgeschichten (E-Mobilität, Cybersecurity)
  • ✓ Woran du Hype erkennst (alle reden darüber, Kurse stark gestiegen, viele neue ETFs, extreme Bewertungen)
  • ✓ Für wen machen Themen-ETFs Sinn? (erfahrene Anleger mit klarer Überzeugung)
  • ✓ Wie viel sollte man maximal investieren? (fünf bis zehn Prozent)
  • ✓ Der Unterschied zu ESG-ETFs (breiter gestreut, weniger riskant) ⏰
  • ✓ Worauf du bei der Auswahl achten solltest (Fondsvolumen, Kosten, Zusammensetzung, Diversifikation, Performance)
  • ✓ Warum ein klassischer Welt-ETF für die meisten die bessere Wahl ist
Komplettes Transkript dieser Folge +

Lia: Hallo zusammen. Schön, dass ihr wieder dabei seid bei Finanzpost.de. Ich bin Lia und heute habe ich ein Thema mitgebracht, das mich total fasziniert. Themen-ETFs. Überall sehe ich Werbung für Wasserstoff-ETFs, künstliche Intelligenz-ETFs, Blockchain-ETFs. Das klingt alles so spannend und zukunftsorientiert. Ich denke mir, wenn ich jetzt in die Technologien der Zukunft investiere, dann kann ich doch richtig viel Geld verdienen, oder? Aber gleichzeitig habe ich ein komisches Bauchgefühl. Ist das nicht zu riskant? Ist das nur Hype? Maik, ich brauche deine Meinung.

Maik Marx: Hallo Lia, hallo liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Das ist ein super aktuelles Thema und du hast recht. Themen ETFs sind gerade sehr beliebt. Sie versprechen, in die Megatrends der Zukunft zu investieren. Aber wie bei allem, was glänzt, sollte man genau hinschauen. Heute werden wir uns anschauen, was Themen-ETFs sind, welche Chancen und Risiken sie haben und ob sie für dich Sinn machen. Am Ende wirst du eine klare Meinung haben.

Lia: Das klingt super. Lass uns starten. Was sind denn Themen-ETFs genau?

Maik Marx: Themen-ETFs, auch Thematic-ETFs genannt, investieren in Unternehmen, die zu einem bestimmten Thema oder Megatrend gehören. Das kann eine Technologie sein wie künstliche Intelligenz oder Blockchain, eine Branche wie erneuerbare Energien oder E-Mobilität oder ein gesellschaftlicher Trend wie Alterung der Gesellschaft oder Cyber Security. Die Idee ist, dass diese Themen in Zukunft stark wachsen werden und die Unternehmen, die in diesen Bereichen tätig sind, überdurchschnittliche Renditen erzielen werden.

Lia: Also Themen-ETFs setzen auf Zukunftstrends. Das klingt doch vielversprechend. Welche Themen gibt es denn so?

Maik Marx: Es gibt unzählige Themen, Lia. Zu den beliebtesten gehören künstliche Intelligenz und Robotik, erneuerbare Energien und Klimaschutz, E-Mobilität und autonomes Fahren, Blockchain und Kryptowährungen, Cyber Security, Gesundheit und Biotechnologie, Wasser, Gaming und E-Sports, Cloud Computing, Weltraum. Die Liste ist endlos und jeden Monat kommen neue Themen hinzu.

Lia: Wow, das sind ja wirklich spannende Themen. Ich finde besonders künstliche Intelligenz und erneuerbare Energien interessant. Aber was sind die Risiken?

Maik Marx: Die Risiken sind erheblich, Lia. Erstens, Konzentration. Themen-ETFs investieren nur in einen kleinen Ausschnitt des Marktes. Wenn das Thema nicht so gut läuft wie erwartet, verlierst du Geld. Zweitens Timing Oft steigen die Kurse von Themen-ETFs stark, wenn das Thema gerade gehypt wird. Wenn du dann einsteigst, kaufst du oft zu teuer. Drittens hohe Kosten Themen-ETFs haben oft eine TER von 0,5 bis 0,8 Prozent, deutlich höher als normale Welt-ETFs. 4. Blasengefahr Viele Themen-ETFs investieren in Unternehmen, die noch keine Gewinne machen, sondern nur Hoffnungen verkaufen. Wenn die Blase platzt, können die Verluste dramatisch sein.

Lia: Konzentration, Timing, hohe Kosten, Blasengefahr Das sind ja ganz schön viele Risiken. Gibt es denn auch Beispiele, wo Themen ETFs schiefgegangen sind?

Maik Marx: Ja, leider gibt es viele Beispiele. Ein klassisches Beispiel ist der Dotcom-Boom um das Jahr 2000. Damals gab es Technologiefonds, die in Internetunternehmen investiert haben. Die Kurse sind explodiert und viele Anleger sind auf den Zug aufgesprungen. Dann ist die Blase geplatzt und viele dieser Fonds haben 80 bis 90 Prozent ihres Wertes verloren. Viele Anleger haben ihr ganzes Geld verloren. Ein neueres Beispiel ist Wasserstoff. Wasserstoff-ETFs waren 2020 total gehypt. Die Kurse sind stark gestiegen. Dann kam die Ernüchterung und viele dieser ETFs haben die Hälfte ihres Wertes verloren.

Lia: 80 bis 90 Prozent Verlust. Das ist ja dramatisch. Aber es gibt doch sicher auch Erfolgsgeschichten, oder?

Maik Marx: Ja, es gibt auch Erfolgsgeschichten. Wer früh in E-Mobilität-ETFs investiert hat, als Tesla noch ein kleines Unternehmen war, hat sehr gute Renditen erzielt. Auch Cyber Security ETFs sind in den letzten Jahren gut gelaufen, weil das Thema immer wichtigerer wird. Aber das Problem ist, du musst das richtige Thema zur richtigen Zeit erwischen. Und das ist extrem schwierig. Die meisten Anleger steigen ein, wenn das Thema schon gehypt ist, und verlieren dann Geld.

Lia: Also Timing ist entscheidend. Aber wie soll ich denn wissen, welches Thema zur richtigen Zeit das Richtige ist?

Maik Marx: Das ist die Millionen-Euro-Frage, Lia. Niemand kann die Zukunft vorhersagen. Viele Themen, die heute gehypt werden, werden in zehn Jahren verschwunden sein. Andere Themen, die heute niemand auf dem Schirm hat, werden die Zukunft dominieren. Deshalb ist es so schwierig, mit Themen ETFs erfolgreich zu sein. Du musst nicht nur das richtige Thema finden, sondern auch den richtigen Zeitpunkt zum Einstieg und Ausstieg.

Lia: Das klingt eher nach Spekulation als nach Investieren. Für wen machen Themen-ETFs denn überhaupt Sinn?

Maik Marx: Themen-ETFs können für erfahrene Anleger Sinn machen, die sich intensiv mit einem Thema beschäftigen und eine klare Überzeugung haben. Wenn du zum Beispiel fest davon überzeugt bist, dass künstliche Intelligenz die Zukunft ist und du bereit bist, das Risiko zu tragen, dann kannst du einen kleinen Teil deines Portfolios in einen KI-ETF investieren. Aber es sollte wirklich nur ein kleiner Teil sein, maximal 5 bis 10%. Der Großteil deines Portfolios sollte weiterhin in einem breit gestreuten Welt-ETF liegen.

Lia: Maximal 5 bis 10 Prozent. Das ist eine klare Ansage. Maik, was ist mit ESG-ETFs? Die investieren doch auch in Themen wie Nachhaltigkeit. Sind die auch so riskant?

Maik Marx: ESG-ETFs sind etwas anderes, Lia. ESG steht für Environmental Social Governance, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. ESG-ETFs investieren in Unternehmen, die bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Sie sind breiter gestreut als Themen-ETFs und weniger riskant. Aber auch hier sollte man genau hinschauen, weil die Kriterien von ETF zu ETF unterschiedlich sind. Manche ESG-ETFs schließen nur die schlimmsten Unternehmen aus, andere haben sehr strenge Kriterien.

Lia: ESG-ETFs sind also etwas sicherer. Das ist gut zu wissen. Vielen Dank, Maik, für diese super hilfreiche Folge.

Maik Marx: Sehr gerne, Lia. Und auch euch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, möchte ich ermutigen. Lasst euch nicht von Hype und Marketing blenden. Themen-ETFs können spannend sein, aber sie sind auch riskant. Ein breit gestreuter Welt-ETF ist für die meisten Anleger die bessere Wahl.

Lia: Perfekt. In unserer nächsten Folge, Folge 36, sprechen wir über Fundamental-Analyse. Wie du gute Unternehmen erkennst. Das wird super spannend. Bis nächste Woche. Bleibt investiert und bleibt entspannt.

Maik Marx: Die in diesem Podcast enthaltenen Informationen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Finanzpost.de und die Sprecher übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte. Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko. Für verbindliche Finanzberatung empfehlen wir, einen zertifizierten Finanzberater zu konsultieren.

Lia: Maik, bevor wir zum Ende kommen, habe ich noch eine praktische Frage. Du hast gesagt, dass Themen-ETFs oft teuer sind. Gibt es denn auch günstige Themen-ETFs?

Maik Marx: Es gibt Unterschiede, Lia. Manche Themen-ETFs haben eine TER von 0,4 Prozent, andere von 0,8 Prozent. Aber selbst die günstigsten Themen-ETFs sind teurer als normale Welt-ETFs. Das liegt daran, dass die Zusammenstellung und Verwaltung aufwendiger ist. Du musst also immer abwägen. Ist das Thema es wert, die höheren Kosten zu zahlen? In den meisten Fällen lautet die Antwort Nein.

Lia: Also auch bei Themen-ETFs gilt, je niedriger die Kosten, desto besser. Maik, eine andere Frage. Was ist mit Länder-ETFs? Sind die auch Themen-ETFs?

Maik Marx: Nein, Länder-ETFs sind etwas anderes. Sie investieren in alle Unternehmen eines bestimmten Landes, zum Beispiel China, Indien oder Brasilien. Sie sind breiter gestreut als Themen-ETFs, aber immer noch konzentrierter als ein Welt-ETF. Auch hier gilt, sie können eine Beimischung sein, aber sie sollten nicht den Großteil deines Portfolios ausmachen.

Lia: Länder-ETFs sind also etwas sicherer als Themen-ETFs. Gut zu wissen. Maik, lass uns nochmal über die Blasengefahr sprechen. Woran erkenne ich denn, ob ein Thema gerade gehypt wird?

Maik Marx: Das ist eine sehr gute Frage, Lia. Es gibt ein paar Warnsignale. Erstens, wenn alle darüber reden. Wenn deine Freunde, deine Familie, die Medien ständig über ein Thema sprechen, dann ist es wahrscheinlich schon gehypt. Zweitens, wenn die Kurse stark gestiegen sind. Wenn ein Themen-ETF in kurzer Zeit 50 oder 100% gestiegen ist, dann ist Vorsicht geboten. Drittens, wenn viele neue ETFs zu dem Thema aufgelegt werden. Wenn plötzlich 10 verschiedene Wasserstoff-ETFs auf den Markt kommen, dann ist das ein Zeichen dafür, dass die Anbieter vom Hype profitieren wollen. Viertens, wenn die Bewertungen extrem hoch sind. Wenn die Unternehmen im ETF-Kurs Gewinnverhältnisse von 50 oder 100 haben, dann ist das ein Warnsignal.

Lia: Alle reden darüber, Kurse sind stark gestiegen, viele neue ETFs, extreme Bewertungen. Das sind gute Warnsignale. Vielen Dank, Maik.

Maik Marx: Sehr gerne, Lia. Und auch euch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, möchte ich ermutigen, bleibt kritisch, lasst euch nicht von Hype blenden und investiert nur in Dinge, die ihr versteht.

Lia: Perfekt. In unserer nächsten Folge, Folge 36, sprechen wir über Fundamentalanalyse. Wie du gute Unternehmen erkennst. Das wird super spannend. Bis nächste Woche. Bleibt investiert und bleibt entspannt.

Maik Marx: Die in diesem Podcast enthaltenen Informationen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Finanzpost.de und die Sprecher übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte. Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko. Für verbindliche Finanzberatung empfehlen wir, einen zertifizierten Finanzberater zu konsultieren.

Lia: Maik, eine allerletzte Frage. Wenn ich trotzdem in einen Themen-ETF investieren will, wie finde ich denn den richtigen? Es gibt ja so viele.

Maik Marx: Das ist eine wichtige Frage, Lia. Wenn du dich für einen Themen-ETF entscheidest, solltest du auf mehrere Dinge achten. 1. Das Fondsvolumen. Der ETF sollte mindestens 100 Millionen Euro Fondsvolumen haben, damit er nicht geschlossen wird. 2. Die Kosten. Vergleiche die TER und die Tracking Difference. 3. Die Zusammensetzung. Schau dir an, in welche Unternehmen der ETF investiert. Sind das etablierte Unternehmen oder nur Start-ups? 4. Die Diversifikation Wie viele Unternehmen sind im ETF? Je mehr, desto besser. 5. Die Performance Wie hat sich der ETF in der Vergangenheit entwickelt? Aber Vorsicht! Vergangene Performance ist keine Garantie für zukünftige Renditen.

Lia: Fondsvolumen, Kosten, Zusammensetzung, Diversifikation, Performance. Das sind gute Kriterien. Und wo finde ich diese Informationen?

Maik Marx: Auf den Vergleichsportalen wie JustETF oder ExtraETF findest du alle diese Informationen. Du kannst dort auch verschiedene Themen-ETFs miteinander vergleichen und den besten auswählen. Aber nochmal, überlege dir gut, ob du wirklich in einen Themen-ETF investieren willst. Für die meisten Anleger ist ein breit gestreuter Welt-ETF die bessere Wahl.

Lia: Die kenne ich schon aus den vorherigen Folgen. Vielen Dank, Maik, für diese super detaillierte Folge.

Maik Marx: Sehr gerne, Lia. Und auch euch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, möchte ich ermutigen. Bleibt kritisch, lasst euch nicht von Hype blenden und investiert nur in Dinge, die ihr versteht.

Lia: Perfekt. In unserer nächsten Folge, Folge 36, sprechen wir über Fundamentalanalyse, wie du gute Unternehmen erkennst. Das wird super spannend. Bis nächste Woche. Bleibt investiert und bleibt entspannt.

Maik Marx: Die in diesem Podcast enthaltenen Informationen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Finanzpost.de und die Sprecher übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte. Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko. Risiko. Für verbindliche Finanzberatung empfehlen wir, einen zertifizierten Finanzberater zu konsultieren.

Lia: Maik, ich habe noch eine Frage, die mir gerade eingefallen ist. Du hast gesagt, dass Themen-ETFs oft in Unternehmen investieren, die noch keine Gewinne machen. Wie kann ich denn erkennen, ob ein Unternehmen profitabel ist?

Maik Marx: Das ist eine sehr gute Frage, Lia. Und das führt uns schon zur nächsten Folge über Fundamentalanalyse. Aber kurz gesagt, du schaust dir die Gewinn- und Verlustrechnung an. Wenn das Unternehmen mehr Umsatz als Kosten hat, macht es Gewinn. Wenn es mehr Kosten als Umsatz hat, macht es Verlust. Viele Technologieunternehmen, besonders Start-ups, machen jahrelang Verluste, weil sie stark wachsen wollen und viel Geld in Forschung und Marketing investieren. Das kann gut gehen, wenn sie irgendwann profitabel werden. Aber es kann auch schief gehen, wenn das Geschäftsmodell nicht funktioniert.

Lia: Also Unternehmen ohne Gewinne sind riskanter. Das leuchtet ein. Maik, eine allerletzte Frage. Gibt es auch Themen-ETFs, die du empfehlen würdest?

Maik Marx: Ich bin generell vorsichtig mit Empfehlungen, Lia. Aber wenn ich einen Themen-ETF auswählen müsste, dann würde ich auf Themen setzen, die langfristig und strukturell wachsen, nicht nur kurzfristig gehypt werden. Zum Beispiel Cybersecurity, weil die Digitalisierung zunimmt und Sicherheit immer wichtiger wird. Oder Gesundheit und Biotechnologie, weil die Gesellschaft altert und die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen steigt. Aber auch hier gilt, nur als kleine Beimischung, nicht als Hauptinvestment.

Lia: Cybersecurity und Gesundheit. Das sind langfristige Trends. Vielen Dank, Maik. für diese super hilfreiche Folge.

Maik Marx: Sehr gerne, Lia. Und auch euch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, möchte ich ermutigen. Bleibt kritisch, lasst euch nicht von Hype blenden und investiert nur in Dinge, die ihr versteht.

Lia: Perfekt. In unserer nächsten Folge, Folge 36, sprechen wir über Fundamentalanalyse. Wie du gute Unternehmen erkennst. Das wird super spannend. Bis nächste Woche. Bleibt investiert und bleibt entspannt.

Die in diesem Podcast enthaltenen Informationen dienen nur zu allgemeinen Informationszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Finanzpost.de und die Sprecher übernehmen keine Haftung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der Inhalte. Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigenes Risiko. Für verbindliche Finanzberatung empfehlen wir, einen zertifizierten Finanzberater zu konsultieren.

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